Verlust und Trauer am Arbeitsplatz

Der Tod macht vor dem Arbeitsplatz nicht Halt. Plötzlich oder nach vorausgegangener Krankheit sterben Kollegen, Mitarbeiter und Führungskräfte. Und auch deren Angehörige sterben: z.B. Partner, Eltern, Kinder.

Die Situation ist nicht einfach: die Arbeit im Betrieb muss weitergehen aber Betroffenheit und Trauer fordern ihren Raum. Insbesondere wenn ein Mitglied der Belegschaft stirbt, hat dies nicht nur Auswirkungen auf den Einzelnen, sondern auch auf das Team und die Dynamik des gesamten Systems. Es bedeutet kurzfristig einen Mehraufwand, den Tod eines Mitarbeiters im Betrieb öffentlich zu machen und geeignete Abschiedsformen und Trauerrituale zuzulassen. Mittel-bis langfristig sind jedoch positive Auswirkungen auf Arbeitsklima und Arbeitsleistung zu erwarten.

Mitarbeiter, die einen Angehörigen verloren haben, sollten ihre Trauer am Arbeitsplatz nicht verstecken müssen. Kollegen und Führungskräfte können unterstützen: durch Verständnis und Geduld, durch Gesprächsangebote, durch konkrete Hilfen, durch Veränderung der Arbeitsorganisation oder nur durch Signale, die deutlich machen, dass der Trauernde „weiterhin dazu gehört“.

Was Mitarbeiter bei einem Todesfall brauchen ist sehr individuell. Es bietet sich an, sie zu fragen und gemeinsam nach Wegen zu suchen, die mit den Erfordernissen des Betriebes vereinbar sind.